Verjährungsfrist

Die Verjährungsfrist besteht darin, dass nach Ablauf einer bestimmten Frist, kein Anspruch mehr geltend gemacht werden kann. Die Verjährungsfrist ist je nach Delikt immer anders geregelt.

Die Verjährungsfrist



Bei einer Verjährung kann durch den Ablauf einer bestimmten Frist kein Anspruch mehr geltend gemacht werden. Meist ist die Verjährungsfrist im Zivilrecht zu finden. Es gibt aber auch andere gesetzliche Bereiche, in denen die Verjährungsfrist zu finden ist. So kann die Verjährung im öffentlichen Recht anders gelagert sein, als im Zivilrecht.







Geschichte

Schon im römischen Recht hat es die Verjährung gegeben. So konnte nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes auch der Rechtsfrieden wieder hergestellt werden, wenn es nicht zu einem Verfahren gekommen ist. Dies beruhte aber immer auf einem Hintergrund - da es sich bei Rom um einen Rechtsstaat handelte, sollte mit der Verjährungsfrist der Bürger dazu aufgefordert sein, seine Klagen möglichst rasch einzubringen, damit auch die Beweislage sich nicht verschlechtert. Aber auch der Angeklagte sollte aufgrund der Verjährungsfrist die Möglichkeit haben, dass er von den Anklagen entlastet wird, ohne dass es zu einem Verfahren kommt.
Dieser Grundsatz ist auch noch in der heutigen Judikatur zu finden, betroffen ist davon aber eigentlich nur das Zivilrecht. Es ist eben bekannt, dass sich im Laufe der Zeit, die Zeugen an einen bestimmten Vorfall nicht mehr so genau erinnern können und somit nehmen die Aussagen im Laufe der Zeit immer mehr an Qualität ab.
Im Strafrecht hat die Verjährungsfrist aber einen anderen Hintergrund. Hier soll das Verfahren möglichst schnell eingeleitet werden. So sind die Strafverfolgungsorgane angetrieben, ihre Ermittlungen sehr rasch zu betreiben. Je länger ein Verfahren nach hinten verschoben wird, desto schwieriger wird es auch, die passenden oder entlastenden Beweise zu finden.