Verjährungsfrist: Zivilrecht

Im Zivilrecht ist die Verjährungsfrist immer ganz unterschiedlich angesetzt. Es gibt aber eine Grundregelung, die besagt, dass die Verjährung nur 3 Jahre andauert. Hierzu finden sich aber zahlreiche Ausnahmen.

Verjährung im Zivilrecht



Durch das Gesetz zur Modernisierung im Schuldrecht wurde der Beschluss, der im BGB gefasst wurde, verdrängt. Es gab davor eine Regelverjährung, die 30 Jahre gegolten hat. Diese Regelverjährung wurde nun auf 3 Jahre verkürzt. Auch die Hemmungen und der Neubeginn sind in diesem Bereich neu geregelt geworden. Diese neue Regelung ist seit dem 1.Januar 2002 gültig.
Im Regelfall gilt die Verjährungsfrist 3 Jahre. Es gibt aber auch Ausnahmen, die von dieser Regelung nicht betroffen sind.

Sämtliche Ansprüche, die sich auf ein Grundstück beziehen, sei dies eine Begründung, Übertragung oder eine Aufhebung, verjähren erst nach 10 Jahren.






Bei familienrechtlichen und erbrechtlichen Belangen, die sich auf Vermögen beziehen, ist die Verjährung mit 30 Jahren anzusetzen. Hier sind vor allem Herausgabeansprüche fixiert.

Bei Mängelkäufen ist die Verjährung unterschiedlich angesetzt. Bei einem Bauwerk sind hier 5 Jahre zu rechnen, bei allen anderen Fälle kommen 2 Jahre in Betracht.

Diese Mängelansprüche können sich auch auf einen Werkvertrag beziehen. So sind diese bei Bauwerken mit einer Verjährung von 5 Jahren zu rechnen, bei mangelhaften Wartungen und Veränderungen an anderen Gegenständen sind immer 2 Jahre einzurechnen.

Die Verjährungsfrist bei einem Reisevertrag beträgt zwei Jahre.

Bei einem Mietvertrag ist die Verjährung auf 6 Monate herabgesetzt. Diese beginnt ab der Schlüsselübergabe. Vor allem wenn es sich um eine Veränderung und Verschlechterung der Mietsache handelt, ist auf diese Frist zu achten.

Gewerbliche Transportverträge verjähren in einem Jahr

Verjährungsbeginn

Der Verjährungsbeginn fängt in dem Kalenderjahr an, in dem der Anspruch entstanden ist.